Meditation

Wolltet ihr schon länger mal mit Meditation beginnen, wisst aber nicht so genau wie? Dann geht es euch vielleicht genau wie mir. Dabei ist es gar nicht so schwer.

Aber was ist Meditation eigentlich???

Was ist Meditation?
Wenn man sich im Netz so umschaut, wird man oft ganz kirre. Manche sagen Meditation ist die Konzentration der Gedanken, andere wiederum bezeichnen Phantasiereisen als Meditation, andere sagen wiederum du sollst lernen nicht zu denken…. Na was denn jetzt?

Patanjali, ein großer indischer Gelehrter, sagte einmal
„Yogash chitta vritti nirodha“
Yoga ist das zur-Ruhe-Bringen (nirodha) der Gedanken (vritti) im Geiste (chitta)

Und wie schaffe ich das jetzt?
Ich glaube ein wesentlicher Punkt ist erst einmal sich Zeit zu nehmen. Zeit für sich an einem Ort, wo es relativ ruhig ist und du durch nichts abgelenkt wirst: also kein Handy, was ständig piept, keine Kinder, die etwas von dir möchten, keine Bauarbeiten, die vor der Haustür stattfinden… Es geht darum gegenwärtig, im Hier und Jetzt zu sein – als Beobachter, stiller Zeuge, ohne Bewertung des Geschehens.

Versuche einfach da zu sein – ohne Ziele, Absichten und Aufgaben, etwas tun zu müssen und den Strom deiner Gedanken zur Ruhe kommen zu lassen. Klingt simpel, aber ist es leider nun auch wieder nicht. Denn sobald man versucht nicht zu denken, fängt das Gedankenkarussell sich immer schneller an zu drehen. So ganz ohne Denken geht das nämlich gar nicht, jedenfalls nicht bei mir. Immer wieder tauchen Gedanken auf, was ich noch alles erledigen muss und was ich schon wieder vergessen habe…. Aber darum geht es vielleicht auch gar nicht. Es geht viel mehr um Achtsamkeit, das Annehmen des Augenblicks. Wenn du über die Wiese läufst, dann versuche diese wahrzunehmen und nicht mit den Gedanken im nächsten Meeting zu sein. Fühle das Gras, rieche das Gras, rieche das Gras. Nicht denken, sondern Bewusstheit. Darum geht es doch eigentlich bei der Meditation. Stille finden, Freiheit und Frieden. Und so nehme ich einfach mal meine Gedanken wahr, auch wenn ich nur mal wieder feststelle, dass ich nicht im Hier und Jetzt bin, Aber ist das nicht der erste Schritt? Bewusstheit erlangen?

Wie meditieren ich denn nun aber?
Grundlegend wird immer gesagt, dass man aufrecht auf einem Kissen, Bänkchen oder Stuhl mit gerader Wirbelsäule sitzen soll.. Und den Körper möglichst nicht bewegen. Dann richtest du in der Regel die Aufmerksamkeit auf den eigenen Atem, oder auf ein Mantra oder ein Wort. Irgendwas, das du ständig wiederholst, um nicht den Gedanken den Raum zu überlassen. Wenn dir sitzen schwer fällt, kannst du aber auch liegen – aber vorsicht: nicht einschlafen. Eine andere Art der Meditation ist die Geh-Meditation. Das ganz bewusste Schreiten. Was auch immer deine Form wird, entscheidest du ganz allein. Da gibt es kein richtig und kein falsch. Ein Schritt nach dem anderen.

Und wozu mache ich das ganze eigentlich?
Wer regelmäßig meditiert lebt einfach mehr in der Gegenwart, im Jetzt, anstatt durch zwanghaftes Denken überwiegend in der Vergangenheit bzw. Zukunft zu sein. Du erhältst mehr Kraft und Energie aus dem Kontakt mit dem Jetzt. und kannst mit mehr Vertrauen und Gelassenheit den Herausforderungen des Alltags begegnen. Vielleicht fällt es dir auch leichter Entscheidungen zu treffen, bewusster zu handeln. Du lebst auf jeden Fall gesünder und mit mehr Freude, weil die Wahrnehmung des augenblicklichen Geschehens durch unsere Sinnesorgane das Genießen der vielen schönen Dinge im Leben steigert oder sogar erst möglich macht. Jeder macht wohl so seine eigenen bewusstseinserweiternden Erfahrungen. Und das ist das Schöne. Alles kann, nichts muss. Und lass dich nur nicht stressen. Beginne doch einfach mal mit 5 Minuten. Das kann dir irre lang erscheinen. 5 Minuten mit dir und deinen Gedanken, die du stoppen willst. „In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne…“ Du kannst nur gewinnen, versuche es einfach.

Hari Om Tat Sat

Schreibe einen Kommentar